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Streusel-Tarte mit Kirschen

Es ist Sonntag, ich muss mal nicht arbeiten und habe Zeit für einen Kuchen. Ich liebe dieses Gefühl, welches ein freier Tag mit allen offenen Gestaltungsmöglichkeiten so mitbringt. Es ist jetzt nicht so, dass ich direkt nach dem Aufwachen denke: „Oh Sonntag, welchen Kuchen backe ich heute!?“. Es ist eher das Wissen darüber, ohne Zeitdruck in der Küche rumwerkeln zukönnen oder es aber vielleicht auch sein zu lassen.

Streusel-Tarte-mit-Kirschen

Heute jedenfalls war mir nach Kuchen, ich hatte aber keine speziellen Zutaten eingekauft und daher kommt hier ein Beitrag zu einem „Zutaten-stets-anwesend“-Kuchen: Streusel-Tarte mit Kirschen. Von den Schoko-Kirsch Gugelhupfen von neulich sind noch Kirschen im Gefrierfach übrig, ergo gibt es irgendwas Süßes mit Kirschen. Man kann aber natürlich so ziemlich jedes andere Obst für diese Tarte verwenden. Meine heutigen Kirschen sind also beipielsweise ganz wunderbar durch Äpfel, Rhabarber, Johannisbeeren, Birnen usw. zu ersetzen. Beeren oder Südfrüchte passen meines Erachtens nicht ganz so gut zu diesem Tarte-Rezept, aber das ist ja Geschmackssache. Für mich punkten hier die heimischen Obstsorten 🙂

Und so geht meine Streusel-Tarte mit Kirschen!

Für eine runde Tarteform aus Porzellan mit 26 cm im Durchmesser braucht man Folgendes:

Zutaten für den Teig (es handelt sich um einen klassischen Mürbeteig)

  • 200 g Dinkelmehl (Typ 630)
  • 1 Prise Salz
  • 60 g Rohrohr-Zucker
  • 110 g gekühlte Alsan oder andere vegane Pflanzenmargarine
  • 2 EL Reismilch

Mega-easy Grundrezept: einfach alle trockenen Zutaten vermengen, anschließend die Margarine würfeln und dazu geben. Am schnellsten vermischt man alles mit den Fingern, mit einer Gabel geht es aber auch. Wenn man einen gleichmäßig krümeligen „Teig“ geknetet hat kommen noch die 2 EL Reismilch hinzu und ab hier empfehle ich Hand anzulegen. Es gilt also einen schönen homogenen Mürbeteig zu kneten. Wenn man das geschafft hat, formt man eine Teigkugel und packt diese in etwas Frischhaltefolie ein. Die Teigkugel darf jetzt 30-40 Minuten im Kühlschrank liegen. In der Zwischenzeit kann man gut die Tartefüllung herstellen.

Zutaten für die Kirsch-Füllung

  • 150 g entsteinte Kirschen (abgetropft falls aus dem Glas)
  • 70 g Alsan oder andere vegane Pflanzenmargarine
  • 50 g Rohrohr-Zucker
  • 30g Speisestärke
  • abgerieben Schale einer halben, unbehandelten Zitrone
  • 2 Prisen Bourbon-Vanille Pulver
  • 250 g Sojajoghurt natur

In einer Schüssel die weiche Margarine mit dem Zucker aufschlagen, dann nacheinander die Zitronenschale, die Stärke und die Vanille unterrühren. Zum Schluss kommt der Sojajoghurt dazu. Die Kirschen kommen gleich zum Eisatz.

Zunächst wird die Form eingefettet, ich nehme dafür gerne einen halben Teelöffel Keimöl von Mazoola und verteile es mit einem Stück Küchenpapier in der Form. Nun kommt die Teigkugel zum Einsatz. Sie wird in die Mitte der Form gelegt und von dort aus mit den Händen gleichmäßig platt gedrückt bis die Form mit einem Teigboden ausgefüllt ist. Dabei den Teig gute Richtung Rand der Form drücken, denn die Tarte soll natürlich auch einen knusprigen Rand bekommen. Dafür muss man genügend Teig „einplanen“. Den Rand dann schön gleichmäßig hoch und dick in die Form modellieren. Nun wird der Boden ein paar Mal mit einer Gabel eingestochen. Das macht man bei Mürbeteig, um zu verhindern, dass sich der Teig beim Backen hochwölbt. Jetzt die Füllung auf den Teigboden geben und die Kirschen obendrauf verteilen.

An dieser Stelle kann man den Backofen schonmal auf 180° C vorheizen.

Streusel-Tarte-mit-Kirschen-3

Zutaten für die Streusel

  • 4 EL Dinkelmehl
  • 3 EL Rohrohr-Zucker
  • 2 EL Alsan oder andere vegane Planzenmargarine

Alle drei Zutaten zusammen in einer kleinen Schüssel zu einer Streuselmasse verkneten. Wenn fast nix mehr an den Fingern kleben bleibt, sind die Streusel ok.

 

Schließlich verteilt man jetzt noch die Streusel auf der Tarte und schiebt sie für 35-40 Minuten in den Backofen.

Nach dem Backen sollte die Tarte unbedingt vollständig abkühlen, da sich die Stücke sonst nicht gut aus der Form lösen lassen und am Boden kleben bleiben. Wenn man es geschafft hat, diese Geduld aufzbringen befindet man sich im Himmel. Superleckere Streusel-Tarte mit Kirschen … yum!

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Mousse au Chocolat-Torte mit Glitzer OHNE! Zucker

Schokomousse ist ja eigentlich ein Dessert, welches in kleine Gläschen gefüllt und mit nem Minzblatt dekoriert in fast jeder Mensa zu kriegen ist. Schokomousse eignet sich aber auch ganz hervorragend um damit Torten zu füllen. Mein veganes Lieblingsmousse liegt dem Rezept von Nicole Just aus ihrem Buch „La Veganista“ zu Grunde. Ich habe viel rumgetestet – es ist das Beste.

Diese Torte ist auch noch zuckerfrei – den Anstoß dazu gab mir mein Bruder, welcher seinen Besuch ankündigt  und mir mitteilte, dass er seit einigen Wochen komplett auf jede Form von verarbeitetem Zucker und Zuckerähnlichen verzichtet. Nach etwas Recherche stellte sich raus, dass Kokosblütenzucker ein toller Ersatz beim Backen sein soll. Bei dieser Schokomousse-Torte kommt also Kokosblütenzucker zum Einsatz. Geschmacklich war ich echt beeindruckt – sehr lecker, auch süß, aber nicht aufdringlich süß. Und vorallem, und das überrascht mich am meisten, die Torte liegt nicht schwer im Magen. Ich erinnere mich an unvegane Zeiten als mir ein Stückchen Schokosahnetorte den Rest gab und ich den verbleibenden Tag nur Zentimeter über dem Boden kroch, weil mich ein Stück Torte fertig gemacht hatte. Von dieser Torte hier schaffte ich zweieinhalb Stück und der Tag war nicht vorbei!

Die Tortenböden sind aus Schokoladenbiskuit. Die Glasur ist ein bisschen komplizierter. Sie möchte kurz und schnell aufgekocht werden, da ist ein bisschen Fingerspitzengefühl und Intuition gefragt. Schließlich mit essbarem Glitzer bestreuen. Torte zurück auf eine Tortenplatte bugsieren und ab in den Tiefkühler – mindestens 2-3 Stunden. Und dann ganz nach Belieben rausholen, auftauen lassen und glamourös Schokotorte futtern!

Mousse au Chocolat-Torte mit Glitzer – Rezept

Schokoladenbiskuit

  • 240g Weizenmehl
  • 110g Kokosblütenzucker
  • 1 Msp. Vanilleextrakt
  • 25g Backkakao
  • 1 Prise Salz
  • 50 ml Öl
  • 220ml Wasser

Zunächst vermengt ihr in einer Schüssel alle trockenen Zutaten und gebt schließlich Öl und Wasser hinzu. Gut verrühren und dann bei 160° für 35 Minuten backen. Anschließend in 3 gleichgroße Scheiben schneiden.

Mousse

Grundlegend verwende ich hier das Rezept von Nicole Just aus ihrem Buch „La Veganista“. Es gibt aber auch noch viele andere Schokoladenmousse-Rezepte, die sich gut eignen um damit eine Torte zu füllen.

Drin sind:

  • 250g Zartbitterschokolade
  • 2 EL Kokosblütenzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Msp. Vanilleextrakt
  • 1 TL Agar-Agar

Man braucht außerdem 2 Schüsseln und gut 2 Hände voll Crushed-Ice.

Alle Zutaten bis auf das Agar-Agar in einen Topf geben und langsam erhitzen. Dabei stets rühren, damit die Schokolade gleichmäßig schmelzen kann. Wenn die Schoki flüssig ist, das Agar-Agar einrühren. Der Trick bei dieser Mousse ist das Eis. In die größere Schüssel kommt das Eis zusammen mit etwas Wasser und einer Prise Salz. Dorthinein wird die kleinere Schüssel mit der geschmolzenen Schokomasse gesetzt und dann wird aufgeschlagen. Ich benutze dafür ein einfaches Handrührgerät. Das Aufschlagen geht echt schnell und man darf nicht zu lange schlagen, wenn die Mousse einmal über den Punkt ist, wird sie gar nicht mehr fest. Normalerweise sollte sie bei 1 1/2 Minuten hell werden und dann fest sein. Jetzt kann man die Torte im Tortenring zusammenbauen. Anschließend für mindestens 2 Stunden kaltstellen.

Glasur

Für diese Schokoladenglasur nimmt man:

  • 3 EL Backkakao
  • 110 ml Pflanzensahne
  • 40g Kokosblütenzucker
  • 1 TL Agartine

Alles zusammen kurz und heftig aufkochen und sofort über den Tortenkorpus gießen. Man sollte darauf achten, dass die Torte auf einem Gitter steht, damit die Glasur unten ablaufen kann und keine dicken Klumpen am unteren Teil der Torte bildet. Jetzt kommt etwas essbares Glitzer drauf und die Torte zurück in die Kühlung.

Achtung! Das Rezept ist für einen 18cm Tortenring ausgelegt!

 

 

 

Backen, Käsekuchen

Chocolate Cheesecake vegan

Der vegane Chocolate Cheesecake besteht aus einer absolut gatschigen, klebrigen Schokomasse mit Stückchen im unteren Segment und oben aus einer semig, leicht süß-sauren Käsecreme die typisch käsekuchig ein trockenes Mundgefühl hinterlässt. Das Beste an ihm aber ist: für diese unfassbar leckere Fettbombe ist kein Tier zu Schaden gekommen!

Chocolate Cheesecake vegan

Brownies an sich sind ja schon ne Wucht – ich stehe sehr auf diese klebrigen kleinen Kuchen. Das Gute an ihnen ist, dass man nicht so viele davon essen kann, weil sie so gehaltvoll sind. Ja is klar, Scherz! 😛 Brownies als Grundlade für einen Käsekuchen ist quasi die 2.0 Version vom Russischen Zupfkuchen. Noch besser, eben. Und da ich den Gedanken nicht ertragen konnte, möglicherweise nie wieder in den Genuss eines Stückchen Chocolate Cheesecakes zu kommen, habe ich hier ein veganes Rezept ausgetüfftelt!

Die „Käsemasse“ des Chocolate Cheescakes vegan unterscheidet sich nicht von der klassischen Variante. Das Rezept dafür findet ihr im Beitrag „Schmacht auf Käsekuchen“

Rezept für Brownie-Boden für Chocolate Cheesecake vegan für eine 18cm Form

  • 125 g Mehl
  • 100 ml Agavendicksaft
  • 30g Kakao
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 60 ml Pflanzenöl (Keimöl eignet sich gut)
  • 40 ml Pflanzensahne
  • 120 ml Leitungswasser
  • 50 g Blockschokolade

 

Und so gehts:

Mehl, Agavendicksaft, Kako, Salz und Backpulver mischen. Die Schoki grob hacken. Öl, Pflanzensahne und Wasser verrühren und zu den trockenen Zutaten geben und mischen. Zuletzt die gehackte Schokolade darunter heben. Form mit Backpapier auskleiden und den Teig bei 180 Grad circa 10 min backen. Dann etwas abkühlen lassen und die „Käsemasse“ auf dem Boden verteilen und für mindestens 50 Minuten weiterbacken. Vorm Anschneiden den Kuchen vollständig abkühlen lassen.

Guten Appetit!